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25 Prozent Einbußen, aber gute Qualität

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25 Prozent Einbußen, aber gute Qualität

Wesendahl (MOZ). Am Montag hat die BB Brandenburger Obst GmbH mit der Apfelernte begonnen. Am Mittwoch (06.09.2017) holte das Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) offiziell und symbolisch nach. Er eröffnete hier die Apfelsaison für Berlin-Brandenburg.

 

Als der Pulk aus Vertretern von Fachverbänden, regionaler Politprominenz und Medien aus der trockenen "Kühlzelle 19" hinaus zu den Plantagen will, lässt es der Himmel regnen - symptomatisch für diesen Sommer neben den Frost-Problemen im Frühjahr.

Diese Witterung beschert Deutschlands wie auch Brandenburgs Obstbauern, die mit den Standorten Werder, Wesendahl und Markendorf regional punkten können, voraussichtlich etwa 25 Prozent Ernteeinbußen, wie Thomas Bröcker vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg anmerkte. Die möglichen Ernteeinbußen gegenüber 2016 bezifferte BBO-Firmenchef Paolo Dallago sogar auf 35 Prozent. Was aber nun Sorte für Sorte nachreift, machte er deutlich, sei in guter Qualität herangewachsen.

Das konnten die Gäste von Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger über den Präsidenten des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg Klaus Henschel bis zu Landrat Gernot Schmidt und Bürgermeister Arno Jaeschke draußen in Augenschein nehmen. Um den sensiblen Früchten möglichst wenig Druckstellen auf dem Weg vom Baum bis zum Kühlhaus zu bescheren, sind die Wesendahler beispielsweise vom Pflücken in Plastikbeutel und Entleeren in Großkisten auf direktes Pflücken in die Großkisten umgestiegen, berichtete Produktionsleiter Lutz Günzel. Dazu werden die Kisten auf kleine Erntewagen gestellt und vom Traktor in die Plantagenreihen gezogen. Am Montag ist dabei mit der Sorte Elstar begonnen worden.

Auf rund 220 Hektar baut die BBO Obst an - das seien etwa 70 000 Bäume mit "Obst zum Anfassen", nahm Dallago auf die Nähe und Nachverfolgbarkeit zum Verbraucher Bezug. Und das könne man hier 365 Tage im Jahr - ein Umstand, auf den der Verbraucher vor Ort Bezug nehmen sollte. Denn Kostendruck, Wettbewerb und Witterung erschweren Obstbauern das Wirtschaften. In der gegenwärtig in Erarbeitung befindlichen Entwicklungskonzeption für den Obstanbau bis 2025 hoffen die Obstbauern auf Berücksichtigung.

 

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1602545

 

© MOZ/GABRIELE RATAJ

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